Text: Jutta Schneider-Rapp
Schmetterlinge beginnen ihr Leben in winzigen Eiern. Die Weibchen legen sie an den späteren Futterpflanzen der Raupen ab und wählen dafür oft die geschützte Blattunterseite oder die Pflanzenstängel. Nach wenigen Wochen schlüpfen die Larven. Die meisten von ihnen ernähren sich monophag, das heißt, sie fressen nur eine einzige Pflanzenart.
Von uns oft als unliebsames Unkraut betrachtet, ist die Brennnessel für Raupen die Futterpflanze Nummer eins. So ist das beispielsweise auch beim Nachwuchs des Admirals. Der dunkle Schmetterling gehört mit seinen breit gezackten roten Flügelbinden und schwarz-weißen Vorderflügeln zu den auffälligsten Tagfaltern. Als Wanderfalter reist er im Herbst über die Alpen in den Süden und kommt erst im Frühjahr zurück. Inzwischen hat sich allerdings auch eine Population entwickelt, die aufgrund des milder werdenden Klimas in unseren Breitengraden überwintert.
Das Admiralweibchen legt seine grünen, ovalen Eier jeweils einzeln ab und heftet sie bevorzugt an zarte Brennnesseltriebe. Die geschlüpften Raupen rollen sich zum Schutz zunächst in eines der Blätter ein und fressen ihren Unterschlupf dann von innen auf. Ausgewachsen sind sie schwarz, mit weißen Punkten gesprenkelt und haben gelbe Dornen.
Um den Admiral und viele andere Schmetterlinge an den eigenen Garten zu binden, ist also eine wilde Brennnesselecke die beste Option. Das Kraut macht sich meist von ganz allein breit. Andernfalls lassen sich Brennnesseln über selbst gesammeltes Saatgut oder Wurzelausläufer leicht vermehren. Ein guter Platz für die nährstoffliebende Nessel ist eine geschützte Ecke beim Kompost. Neben dem Admiral mögen auch der Kleine Fuchs und der Distelfalter sonnige Standorte. C-Falter und Tagpfauenauge fliegen auf Brennnesseln im Halbschatten. Zusätzlich wichtig für die Tiere ist, dass einige Stängel auch während der kalten Jahreszeit stehen bleiben dürfen. Schließlich brauchen Schmetterlinge und andere Insekten, die nicht in den Süden fliegen, Quartiere für den Winter.
Der ausgewachsene Admiral saugt gerne an den Blüten von Brombeere, Fetthenne oder Wasserdost. Den Nektar von Herbstastern haben die Schmetterlinge ebenfalls zum Fressen gern. Sie laben sich im Herbst an Fallobst und freuen sich wie viele andere Insekten über den spät blühenden Efeu. Grundsätzlich gilt: Je länger im Garten heimische Pflanzen blühen, desto besser.
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Zu den häufigsten Gästen in unseren heimischen Gärten gehört der Kleine Kohlweißling. Kein Wunder, der Falter erscheint alljährlich gleich in mehreren Generationen und ist sehr mobil. Der letzte Nachwuchs eines Jahrgangs überwintert schließlich als Puppe. Wie der Name schon sagt, stehen auf dem Speiseplan der grünen Raupen dann alle Arten von Kohl. Der macht sie nicht nur satt, sondern schützt sie zudem vor Feinden. Denn die in dem Gemüse enthaltenen Senföle schrecken Vögel ab.





