Männer, die unter chronischer Darmverstopfung leiden, haben ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, die Parkinson-Krankheit zu bekommen. Dies schließen US-Forscher aus einer seit 24 Jahren laufenden Studie bei mehr als 6.700 Männern im Alter zwischen 51 und 75 Jahren.
Je weniger Darmentleerungen die Männer pro Tag hatten, desto höher war das Risiko, berichten Robert D. Abbott von der University of Virginia School of Medicine in Charlottesville und seine Mitarbeiter in der Zeitschrift Neurology. Insgesamt seien in der Studie 96 Männer an Morbus Parkinson erkrankt. Unklar sei, ob die Verstopfung als erstes Krankheitszeichen gewertet werden müsse oder ob es sich lediglich um einen Marker für eine verstärkte Anfälligkeit für die Parkinson-Krankheit handelt, hieß es.
Abbott betonte, dass die Darmverstopfung allein noch kein erhöhtes Parkinson-Risiko darstelle. “Wenn aber bei Leuten mit Darmverstopfung die Medikamente nicht anschlagen und Familienmitglieder bereits die Parkinson-Krankheit hatten, muss von einem erhöhten Risiko ausgegangen werden”, so der Neurologe.
Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Krankheit die mit Muskelzittern und zunehmender Versteifung einhergeht, wodurch normale Bewegungsabläufe verhindert werden. Ursache ist der Untergang bestimmter Nervenzellen im Gehirn und ein Mangel des Botenstoffes Dopamin.
Dr. Thomas Meißner





