Irische Forscher haben entdeckt, dass Schwangere, die weiter arbeiten gehen, ein fast fünffach erhöhtes Präklampsie-Risiko haben. Die Fachzeitschrift Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlichte nun die überraschenden Zusammenhänge zwischen Arbeiten und Schwangerschaft und einer bedrohlichen Schwangerschaftskomplikation: der Präklampsie.
Etwa drei bis sechs Prozent aller Schwangeren entwickeln eine Präklampsie, den extrem überhöhten Blutdruck in der Schwangerschaft. Diese kann unbehandelt zur lebensgefährlichen Eklampsie führen, die durch Krämpfe, Nieren- und Leberversagen charakterisiert ist. Häufigkeit: Eine von 2000 bis 3500 Schwangerschaften.
Das Team um Professor Higgins vom University College Cork in Irland analysierte bei 933 werdenden Müttern den Zusammenhang zwischen Präklampsie und alltäglichen Aktivitäten. Alle Frauen waren zwischen zwanzig und dreißig Jahren alt, gesund und zum ersten mal schwanger. 245 der Faruen arbeiteten ganztags als Angestellte, 289 waren Hausfrauen, 399 hatten einen Job, setzten aber die Arbeit aus.
Die Forscher fanden ein fast fünffach erhöhtes Präklampsie-Risiko bei den angestellt arbeitenden Frauen im Vergleich zu den Übrigen. Geburtsgewicht, Schwangerschaftsdauer und Geburtsmethode unterschieden sich aber nicht.
Vermutlich verursacht der Bürostress den Bluthochdruck. Andere Risikofaktoren wie Gewicht, Größe, Alter, Nikotin- und Alkoholkonsum waren in den drei Studiengruppen vergleichbar.
Markus Batscheider





