Eine an der University of Southern California (USC) durchgeführte Studie zeigt, dass die Effektivität einer Chemotherapie vorhergesagt werden kann. Ein einfacher Bluttest kann anhand der vorhandenen Genvarianten zeigen, ob ein vielversprechendes Krebsmedikament bei Darmkrebs-Patienten anschlägt oder nicht.
Wie Heinz-Josef Lenz von der USC auf dem diesjährigen Meeting of the American Society of Clinical Oncology in San Francisco berichtete, wirkt die Therapie mit dem erst kürzlich zugelassenen Krebsmedikament Xeloda nicht bei allen Betroffenen. Nur bei denjenigen, die eine bestimmte Genkombination haben, schlägt das Mittel an.
In einer klinischen Studie der Phase II untersuchte das Team 22 Patienten, die an Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium litten. 80 Prozent derjenigen mit der vorteilhaften Genvariante reagierten positiv auf den Einsatz von Xeloda. Lagen andere Genvarianten vor, wirkte die Behandlung nur bei 10 bis 14 Prozent. Diesen Patienten kann die erfolglose Therapie erspart werden. Stattdessen müssen sie anders behandelt werden. Durch den Einsatz des vorangehenden Bluttest lässt sich hier Zeit sparen, die zur Bekämpfung des Tumors entscheidend sein kann. Diese Ergebnisse sind der erste Schritt zu einer spezifischen Behandlung von Erkrankten, bei der für jeden die effektivste Methode ausgewählt werden kann.
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Dr. Dagmar Knopf





