Menschen betreiben Entwicklung in großem Stil und verursachen dadurch jedes Jahr Kosten in Mrd. Dollar Höhe. “Je früher die Menschheit diese Tatsache realisiert, umso schneller kann der Prozess wieder gedrosselt werden.” Dies behauptet zumindest der Meeresbiologe Stephen Palumbi von der Harvard University . “Jedes Mal, wenn ein Bakterienstamm eine Resistenz auf ein Antibiotikum entwickelt oder ein Gras mutiert, damit es nach der Besprühung mit Herbiziden blüht, verursacht dies allein in den USA jährliche Kosten in der Höhe von ca. 100 Mrd. Dollar”, ergänzt Robert May von der Royal Society in der aktuellen Ausgabe des New Scientist.
Palumbi hebt die größten Kostenverursacher des aus Menschenhand hervorgegangenen Entwicklungen hervor. Das Auftauchen von antibiotikaresistenten Stämmen des Bakteriums Staphylococcus aureus und der Ernteverlust durch Herbizid- und Pestizidresistenz sind zwei der prekärsten Probleme, erklärte der Biologe. Menschen müssten deshalb Strategien entwickeln, um die Geschwindigkeit der Entwicklung zu drosseln. Palumbi schlägt u.a. den Einsatz von wirksamen Antibiotika wie z.B. Vancomycin vor, das weltweit als “Radikallösung” zur Behandlung in Krankenhäusern eingesetzt wird. Das Antibiotikum sei die einzige Möglichkeit, um Bakterien wie den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus zu bekämpfen.
“Obwohl die grundsätzlichen Strategien für einen Rückgang der aus den Fugen geratenden Entwicklung zwar bekannt sind, haben sie sich diese im Laufe der Zeit immer wieder neu definiert”, erklärt Palumbi. In den USA glauben laut dem Biologen mehr als die Hälfte nicht an den Fortschritt.
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