Ein bunter Schatz im Visier: Im Artenreichtum unseres Planeten steckt enormes Potenzial für die Suche nach Wirkstoffen. Diesem Thema ist die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von bild der wissenschaft gewidmet. Dabei geht es auch um die Herausforderungen bei der Entwicklung von Medikamenten aus Naturstoffen und um interessantes Tierverhalten: Manche Arten machen sich die “Apotheke der Natur” ebenfalls zunutze.
Es lässt sich aus dem Vollen schöpfen
Im ersten Artikel des Titelthemas rücken der bdw-Autor Frank Frick und die bdw-Redakteurin Salome Berblinger das Thema zunächst grundlegend in den Fokus. Sie verdeutlichen die bisherigen Erfolge bei der Nutzung von Naturstoffen sowie die vielfältigen weiteren Entdeckungsmöglichkeiten für pharmakologisch wirksame Substanzen in der irdischen Lebenswelt. Sie zeigen dabei auch die speziellen Herausforderungen bei der Entwicklung der Naturstoffe zu neuen Medikamenten auf. Eine große Bedeutung kommt außerdem der weiteren Erforschung der Biodiversität zu: Vor allem im Boden und in den Ozeanen gibt es noch viele Lebewesen zu entdecken – und damit Potenzial für die Suche nach Krebsmedikamenten, Antibiotika und Co., geht aus dem Artikel „Schatzkiste Natur“ hervor.
Anschließend ist ein Beitrag der Kooperation mit dem Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main gewidmet, die zu dem bdw-Titelthema geführt hat. Der Anlass ist die Eröffnung einer Dauerausstellung im Frühjahr 2024, die in eingängiger Weise präsentiert, wie vielfältig Naturstoffe in Pharmazie und Medizin genutzt werden können. Der Artikel „Natur und Medizin“ liefert einen Einblick, was die Besucher im Senckenberg Naturmuseum erwartet.
Im zweiten Hauptartikel steht dann das Verhältnis von Naturheilkunde und moderner Medizin im Fokus. Darin verdeutlicht die bdw-Autorin Susanne Donner, dass sich die beiden Ansätze näherstehen, als es man meinen könnte. Denn Tiere und Pflanzen bilden in beiden Sparten wichtige Grundlagen für Arzneien. Außerdem wirft sie einen Blick in die Geschichte der Medizin und zeigt dabei auf, wie sich die Vorstellungen darüber geändert haben, wie und warum bestimmte Substanzen wirken. Einst war die Auswahl von Arzneistoffen etwa von dem Konzept der vier Körpersäfte geprägt. Heute dominiert hingegen die Vorstellung von krankheits-spezifischen Zielstrukturen im Hinblick auf die Nutzung von Wirkstoffen aus der Natur, geht aus dem Artikel „Vom Naturstoff zur Arznei“ hervor.





