Wer Letzteres für eine Binsenweisheit hielt, lag da bislang zumindest offiziell noch falsch. Denn es gibt genügend Studien, die scheinbar nachweisen, dass Biolebensmittel gegenüber konventioneller Ware keine gesundheitlichen Vorteile bieten. Zum Beispiel die erst Ende Juli erschienene Studie der britischen Food Standard Agency (FSA). Das ist sozusagen die britische Version unseres Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, also eine hoch offizielle Institution. Doch auch staatliche Forscher können irren. Das noch neuere Großforschungsprojekt QLIF, das von der EU mit 12,4 Millionen Euro und von Einzelstaaten mit weiteren 5,6 Millionen Euro gefördert wurde, liefert nun die von allen Biofans ersehnte Bestätigung: Ökologische Lebensmittel sind im Schnitt definitiv gesünder. Die Forscher sind bei ihren Untersuchungen derart tief ins Detail gegangen, dass man diese Schlussfolgerung nun wohl für endgültig erachten darf. Wir haben den Leiter des QLIF-Projekts Urs Niggli interviewt. Einen Auszug des Gesprächs lesen Sie auf Seite 65, eine ausführlichere Version, in der Niggli auch genauer auf die Schwächen der FSA-Studie eingeht, finden Sie auf www.natur.de.
Jedenfalls fühle ich mich nun durch die QLIF-Ergebnisse gut gewappnet für die umwelt- und gesundheitsorientierte Erziehung meines Sohnes.
Ihr
Jan Berndorff, stellv. Chefredakteur





