Um Gesichter zu erkennen oder Gesichtsausdrücke zu deuten, arbeiten Jungen eher mit der rechten Gehirnhälfte, während Mädchen die linke Seite des Gehirns benutzen. Dies berichten Wissenschaftler der Staats-Universität New York in der Fachzeitschrift Neuropsychology.
Erik Everhart und seine Kollegen zeigten den Kindern Diaserien von Gesichtsaufnahmen und maßen dabei, wie sich bei den Kindern die Gehirnwellen änderten. Jungen und Mädchen bewältigten die gestellten Aufgaben gleich gut, doch es zeigte sich die unterschiedliche Aktivität der Gehirnhälften.
Da die linke Gehirnhälfte für die gleichzeitige Verarbeitung von Eindrücken zuständig ist, während die rechte Informationen nacheinander verarbeitet, schließen die Forscher, dass Mädchen eher auf die Details achten, während Jungen Gesichter als Ganzes wahrnehmen. Die Mädchen könnten daher im Vorteil sein, wenn es darum geht, feine Veränderungen im Gefühlsausdruck von Gesichtern zu erkennen. “Sie wären besser in der Lage, in Gesichtern zu lesen”, so die Forscher.
Da sich die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen bereits in der Vor-Pubertät zeigen, nehmen die Wissenschaftler an, dass sie sehr früh angelegt sind.
Joris Maling





