Für die Riesenfische wird es jetzt eng: Geplante Staudämme von Wasserkraftwerken bedrohen ihr Überleben. Dämme blockieren die Wanderrouten der Kolosse zu den Laichgründen und verhindern somit deren Fortpflanzung. Derzeit sind elf neue Staudämme im Hauptstrom des Unteren Mekong geplant – darunter der Sayabouly-Damm in Laos. Sein Bau würde die Ausrottung des Mekong-Riesenwels bedeuten.
“Der WWF fordert ein Bau-Moratorium für Staudämme im Unteren Mekong”, sagt Doris Calegari, Leiterin Mekong-Projekte beim WWF Schweiz. “Es muss rasch abgeklärt werden, wie sich die geplanten Staudämme auf das ökologische Gleichgewicht im Mekong und in seinen Zuflüssen auswirken,” so Calegari. Damit die kurzfristige Stromnachfrage gedeckt werden kann, unterstützt der WWF nachhaltige Wasserkraftprojekte an Zuflüssen des Mekong, an denen bereits Dämme bestehen.
Vom Moratorium würden nebst den Riesenfischen im Mekong auch die 320 Millionen Menschen entlang des Mekongs in China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam profitieren: Landwirtschaft und Fischerei sind von einer gesunden, fruchtbaren Flusslandschaft abhängig.





