Text: Kurt de Swaaf
Die Ersten tauchten dieses Mal schon Mitte Februar auf. Wie jedes Jahr, standen plötzlich Bataillone von Osterhasen in den Supermarktregalen, daneben tütenweise metallisch-bunte Eier und anderer Naschkram – Frühlingsvorboten der industriellen Sorte. Den meisten dieser Süßwaren gemein ist ihre Hauptzutat: Schokolade. Ohne sie wären Feiertage in unserem westlichen Kulturkreis kaum noch denkbar. Die braune Vermählung aus Zucker, Fetten und Kakao verzaubert Jung und Alt; statistisch gesehen verzehrt jeder Bundesbürger jährlich knapp zehn Kilogramm davon. Schokolade ist somit Alltag und Luxus zugleich. Beim Anblick edler Pralinen in den Vitrinen einer Chocolaterie deutet allerdings nichts mehr auf die eigentliche Herkunft der begehrten Süßigkeit hin. Und die ist so gar nicht nobel.





