Die weibliche Wanderspinne (Cupiennius salei) aus Costa Rica ködert die Männchen mit einem Sexuallockstoff ( Pheromon), wie der Chemiker Stefan Schulz von der TU Braunschweig herausfand. Dies ist erst die zweite Spinnenart, bei der man solche Lockmuster festgestellt hat, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift “Angewandte Chemie”.
Die Forschungergebnisse könnten in Zukunft dazu dienen, nützliche Spinnen gegen bestimmte Schadinsekten mit Pheromonen auf die Äcker zu locken. Allerdings ist noch unklar, wieviele Spinnen überhaupt Pheromone produzieren.
In Zusammenarbeit mit Harald Tichy, einem Spezialisten für tropische Spinnen aus Wien, gelang es den Chemikern, das Spinnenpheromon zu identifizieren. Die Substanz namens “Dimethylcitrat” war als Naturstoff bisher noch nicht bekannt. Finden Spinnenmännchen den ausgeschiedenen Sexuallockstoff, beginnen sie das Paarungsritual mit einem typischen Klopfsignal. Das Weibchen antwortet, und anhand dieser Klopfsignale findet das Spinnenpaar zusammen.
Das erste Spinnenpheromon entdeckte 1993 ebenfalls die Forschungsgruppe von Schulz.
Iris Schaper





