Auch bei Männern tickt die biologische Uhr, wenn es um die Zeugung von Nachwuchs geht: Die genetische Qualität der Spermien nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab, fanden nun amerikanische Forscher heraus. Kinder älterer Väter leiden dadurch häufiger unter körperlichen Fehlbildungen wie beispielsweise Kleinwuchs, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift American Journal of Human Genetics (Oktober-Ausgabe).
Knapp 150 Männer verschiedenen Alters nahmen an der Studie der Wissenschaftler um Rivka Glaser von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA) teil. Die Forscher überprüften die Spermien der Männer auf zwei bestimmte Genmutationen, die das mit Fehlbildungen verbundene Apert-Syndrom verursachen. Männer über 60 tragen demnach dreimal häufiger wenigstens eine dieser Mutationen im Erbgut ihrer Spermien als Männer unter 30.
Neben dem Apert-Syndrom dürften auch andere Krankheiten auf altersbedingten Genmutationen in den Spermien beruhen, meinen die Forscher. Ein Beispiel dafür sei die so genannte Achondroplasie, bei der die Kinder ihr Leben lang kleinwüchsig bleiben. Generell steige schon im Alter von 33 bis 35 Jahren das Risiko für eine durch fehlerhafte Gene des Vaters bedingte Erkrankung des Kindes drastisch an.
ddp/bdw ? Stefanie Offermann





