Das in Berlin erscheinende, pharmakritische Arznei- Telegramm hat am Mittwoch vor dem Antikrebsmittel “Galavit” gewarnt. “In medizinischen Datenbanken findet sich zur Wirksamkeit des Mittels nichts”, betonte Telegramm-Redakteur Wolfgang Becker-Brüser. Das Mittel stamme aus Russland, wo es angeblich an 300 Kosmonauten und 30 000 Krebspatienten erfolgreich eingesetzt worden sein soll. “Das Mittel ist in Deutschland nicht zugelassen”, unterstrich Becker- Brüser. Seinen Informationen zufolge werde hier für eine dreiwöchige Anwendung über 16 000 Mark verlangt, die nicht von den Kassen bezahlt werden. “Die Vermarktung folgt dem Strickmuster aller ‘Wundermittel’, mit denen Krebspatienten zahlungswillig gemacht werden”, heißt es Arznei-Telegramm.
dpa





