Text: Ralf Stork
Die Riesenscheinaster (Vernonia amygdalina) ist nicht besonders schmackhaft. Ihre bis zu 20 Zentimeter langen Blätter, die im tropischen Afrika wachsen, sind extrem bitter. Auch der Birkenporling (Fomitopsis betulina) ist keine Delikatesse. Der Pilz befällt ausschließlich alte und absterbende Birken und ist ebenfalls ausgesprochen bitter. Trotz ihrer Ungenießbarkeit werden der Pilz und Teile des Strauches gegessen: In Nigeria etwa würzt man mit Blättern der Scheinaster Suppen. WissenschaftlerInnen beobachteten außerdem, dass Schimpansen das frische Mark aus abgeknickten Ästen saugen. Auch das ist extrem bitter. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Pflanzenteile zwölf verschiedene Inhaltsstoffe enthalten, die gegen Parasiten wirken. Bis heute verwenden Menschen die Pflanze als natürliche Medizin gegen Bauchschmerzen und Parasiten.





