Täglicher Alkoholkonsum kann bei Frauen, deren Mütter, Schwester oder Töchter an Brustkrebs erkrankt sind, ebenfalls das Krebsrisiko in die Höhe treiben. Das berichten Wissenschaftler der Mayo Clinic in der Fachzeitschrift Cancer.
Die Studie, die vom National Cancer Institute finanziert wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen Alkohol und der Familiengeschichte von Brustkrebs in 426 Familien, bei denen in mehreren Generationen Fälle von Brustkrebs aufgetaucht waren. Die Wissenschaftler werteten hierbei aus, ob Alkohol für Frauen aus gefährdeten Familienverhältnissen ein höherer Risikofaktor als Krankheitsauslöser ist, als bei eingeheirateten Frauen.
Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich der tägliche Alkoholkonsum besonders negativ auf die Frauen auswirkte, die nahe Verwandte ersten Grades – Mutter, Schwestern und Kinder – mit Brustkrebs hatten. Betraf der Brustkrebs eine Verwandte zweiten Grades, sank für die Frau das Risiko des Zusammenhangs zwischen Krebs und Alkohol. Hatte die Frau in die Familie eingeheiratet, konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang mehr feststellen.
“Täglicher Alkoholkonsum über die Lebensspanne einer Frau kann für Frauen, die eine nahe betroffene Verwandte haben, ein höheres Risiko bedeuten, selbst zu erkranken”, sagt Studienleiterin Celine Vachon. Doch um die noch vorläufigen Daten zu bestätigen und die Frage endgültig zu beantworten, müssten erst noch langfristigere Studien folgen.
Dr. Dagmar Knopf





