Alkohol tötet nicht nur Hirnzellen ab. Das Berauschungsmittel schwäche auch die Erneuerungskraft des Gehirns, meldet das Fachmagazin “Science” in seiner Online-Ausgabe.
Die Hirnforscher Kim Nixon und Fulton Crews von der Universität in North Carolina führten Versuche an Ratten durch. Sie füllten die Mägen der Tiere mit Alkohol bis diese Blutwerte wie Alkoholiker hatten. Nach vier Torkel-Tagen untersuchten die Forscher die Gehirne der Tiere.
Sie fanden, dass der Alkoholkonsum die Bildung neuer Hirnzellen drastisch gebremst hat. Nur halb so viele Nervenzellen hatten die Ratten in einem Hirnzentrum für das Lernen und Erinnern, dem Hippocampus, gebildet wie abstinente Tiere. Zudem starben diese neugebildeten Nervenzellen schnell wieder ab, fanden die Forscher.
Sie vermuten, dass Alkohol in menschlichen Gehirnen ähnliche Störungen auslöst. So könnten etwa die Gedächtnisprobleme von Alkoholikern mit der verminderten Bildung von Nervenzellen zusammenhängen.
ddp/bdw – Heike Heinrichs





