Längst ist die Zeit der roten und gelben Warnschilder gegen Tollwut vorbei. Gebannt ist die Gefahr jedoch noch lange nicht. Denn theoretisch kann sich jedes Säugetier infizieren und die Krankheit durch einen Biss weitergeben. Erreger sind die EBLV1-Genotyp-5-Viren. Übertragen werden sie vor allem durch eine Tierart, die in Deutschland unter Artenschutz steht: den Fledermäusen. Die genaue Zahl infizierter Feldermäuse ist unbekannt, da es schwierig ist, herauszufinden, wo die Flatterer genau leben. Aus diesem Grund ist es auch unmöglich, eine ähnliche Impfaktion wie vor Jahren bei Füchsen durchzuführen. Die Wissenschaft tappt im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln.