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Zwang zur Anpassung

Ob Wild- oder Haustier: Im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, stehen sie alle vor großen Herausforderungen. Die Verhaltensbiologen Norbert Sachser und Niklas Kästner zeigen in „Tierwelt am Limit“ die eindrucksvolle Anpassungsfähigkeit der Tiere – und…

Zwang zur Anpassung
Ob Wild- oder Haustier: Im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, stehen sie alle vor großen Herausforderungen. Die Verhaltensbiologen Norbert Sachser und Niklas Kästner zeigen in „Tierwelt am Limit“ die eindrucksvolle Anpassungsfähigkeit der Tiere – und ihre Grenzen. Dazu schöpfen sie aus einem schier unendlichen Repertoire absurder Studien, aber auch beunruhigender Forschungsergebnisse.
Autor
Redaktion
09. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

So erläutern sie etwa, was häufigere Tropenstürme mit der Größe von Eidechsenfüßen zu tun haben. Weiter geht es zu Fischarten, die in verseuchten Gewässern leben, weil sie dank rapider Evolution den menschengemachten Giftstoffen trotzen. Und mithilfe von Wasserflöhen gelingt Forschenden ein Blick in die 1950er Jahre, der Schlüsse über den Klimawandel erlaubt.

Neben den Gewinnern stehen auch Verlierer des Anthropozäns im Fokus, etwa Stachelleguane, die sich wegen steigender Temperaturen seltener paaren. Außerdem wird ein oft übersehener Aspekt der Tierwelt beleuchtet: die Fähigkeiten von Haus- und Nutztieren.

In spannender Erzählweise zeigen die Autoren, wie weit Tiere sich anpassen können. Das Fazit ist jedoch klar: Der Mensch muss ihnen auch entgegenkommen.

Linus Schilling

Norbert Sachser, Niklas Kästner:
Tierwelt am Limit.
Rowohlt Verlag. 304 S, 26 €

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