So erläutern sie etwa, was häufigere Tropenstürme mit der Größe von Eidechsenfüßen zu tun haben. Weiter geht es zu Fischarten, die in verseuchten Gewässern leben, weil sie dank rapider Evolution den menschengemachten Giftstoffen trotzen. Und mithilfe von Wasserflöhen gelingt Forschenden ein Blick in die 1950er Jahre, der Schlüsse über den Klimawandel erlaubt.
Neben den Gewinnern stehen auch Verlierer des Anthropozäns im Fokus, etwa Stachelleguane, die sich wegen steigender Temperaturen seltener paaren. Außerdem wird ein oft übersehener Aspekt der Tierwelt beleuchtet: die Fähigkeiten von Haus- und Nutztieren.
In spannender Erzählweise zeigen die Autoren, wie weit Tiere sich anpassen können. Das Fazit ist jedoch klar: Der Mensch muss ihnen auch entgegenkommen.
Linus Schilling
Norbert Sachser, Niklas Kästner:
Tierwelt am Limit.
Rowohlt Verlag. 304 S, 26 €





