Tabak fördert das Wachstum von Infektionen auslösenden Bakterien
Zigarren- und Pfeiffenraucher müssen nicht nur damit rechnen, an Herz- und Kreislauferkrankungen oder Krebs zu erkranken. Sie haben im Gegensatz zu Nichtrauchern auch ein hohes Risiko für Entzündungen des Gaumens mit Blutungen, Schwellungen und Zahnlockerungen und für einen Schwund des Zahnfleischs. Verantwortlich dafür ist der Zigarren- und Pfeiffentabak, der das Wachstum von Bakterien fördert, die Infektionen der Zahnhöhle auslösen. Dies berichten Wissenschaftler der American Academy of Peridontology (AAP) jetzt im “Journal of Periodontology”.
Im Rahmen einer Studie hatten die Forscher 705 Personen in der Altersgruppe von 21 bis 92 Jahren untersucht. Bei 18 Prozent der aktuellen und ehemaligen Zigarren- und Pfeiffenraucher und damit dreimal so häufig wie bei Nichtrauchern diagnostizierten sie Wurzelhautentzündungen im Mund. Auch hatten die Raucher durchschnittlich bereits vier Zähne eingebüßt. Als aktuelle Raucher wurden Personen eingestuft, die täglich rauchten. In die Gruppe der ehemaligen Raucher stuften die Wissenschaftler Personen ein, die über einen Zeitraum von 10 Jahren oder länger täglich geraucht hatten, inzwischen aber damit aufgehört hatten. Als Nichtraucher galten Personen, die niemals Tabak konsumiert oder weniger als 10 Jahre geraucht hatten.
“Ich mache meine Patienten darauf aufmerksam, dass Zigarren- und Pfeiffentabak zu einem zahnlosen Lächeln führen kann”, kommentiert Michael McGuire, Präsident der AAP, das Ergebnis der Studie. Raucher, die auf ihr Laster verzichten, leisteten damit einen großen Beitrag für ihre Zahngesundheit.
Almut Bruschke-Reimer





