Gegen den Erreger der derzeit in Großbritannien grassierenden Maul- und Klauenseuche (MKS) steht nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Focus” weltweit kein spezifischer Impfstoff zur Verfügung. Das Magazin beruft sich dabei auf den Leiter des nationalen MKS-Referenzlabors an der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) in Tübingen, Bernd Haas.
Das Virus gehöre zur extrem aggressiven “O Panasia”-Gruppe. Ein Impfstoff speziell gegen diesen Stamm sei bisher nicht hergestellt worden, sagte Haas. Auch die Impfstoff-Reservebank der Bayer AG in Köln habe den Erreger “noch nicht auf der Liste”, zitiert “Focus” den zuständigen Bayer-Sprecher Herrmann-Josef Baaken.
Im Falle eines dramatischen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche könnte laut “Focus” auf einen Impfstoff zurückgegriffen werden, der für ein anderes MKS-Virus entwickelt wurde. Mit welchem Erfolg sei allerdings fraglich. “Wir dürfen hoffen, dass dieser Impfstoff auch einen Schutz vermittelt”, sagte BFAV-Experte Haas.
dpa





