New Yorker Wissenschaftler fanden in einer Studie keinen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Gehörnervtumoren – so genannten Akustikusneurinomen – und der kurzzeitigen Nutzung von Mobiltelefonen, wie die American Academy of Neurology meldet. Allerdings zeigte sich ab einer Nutzungszeit von mehr als drei Jahren ein leicht erhöhtes Erkrankungsrisiko. Die Wissenschaftler präsentieren ihre Studie in der Fachzeitschrift Neurology (Bd. 58, S. 1304).
Die Forscher verglichen 90 Patienten mit einem Akustikusneurinom mit einer aus 86 Personen bestehenden Kontrollgruppe. Alle Personen wurden danach befragt, seit wann, wie oft und wie lange sie Mobiltelefone benutzen. Außerdem wurde die jeweilige Krankheitsgeschichte aufgenommen und nach Rauch- und Trinkgewohnheiten gefragt.
“Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko, ein Akustikusneurinom zu entwickeln”, sagt Joshua Muscat von der American Health Foundation. “Ein leicht erhöhtes Risiko fanden wir bei Personen, die Mobiltelefone seit mehr als drei Jahren nutzten. Diese Personen verwendeten das Mobiltelefon aber selten. Wir konnten keinen Zusammenhang zwischen häufiger Nutzung und erhöhtem Tumorrisiko feststellen.”
Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass ihre Untersuchung nur eine Aussage über das Risiko einer kurzzeitigen Nutzung von Mobiltelefonen zulässt. Sie plädieren für die Durchführung weiterer, längerfristiger Untersuchungen.
George Carlo, der im Auftrag der US-Mobilfunkindustrie eine andere Studie leitete, weist darauf hin, dass das Risiko, ein Akustikusneurinom zu entwickeln, bei Personen, die Mobiltelefone seit 6 Jahren oder länger nutzen, um 50 Prozent erhöht ist. Mehr dazu lesen Sie hier.
Das Bundesamt für Strahlenschutz rät als Vorsorgemaßnahme dazu, die Benutzung von Handys möglichst einzuschränken und statt dessen das Festnetz zu benutzen. Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Krankheitsrisiko von elektromagnetischen Feldern finden Sie hier.
Axel Tillemans





