Text: Paula Sträter
Quinoa ist ein Pseudogetreide. Das bedeutet, dass Quinoa ähnlich wie Getreide verwendet wird, obwohl es nicht zu den Getreidearten gehört. Dabei bietet es einige Vorteile: Quinoa ist im Gegensatz zu vielen Getreidearten glutenfrei und stellt daher für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder auch bei Zöliakie einen nahrhaften Getreideersatz dar. Zudem enthält das Korn alle für den Menschen essenziellen Aminosäuren und ist besonders proteinreich. In 100 Gramm rohem Quinoa sind etwa 13,8 Gramm Eiweiß enthalten. Zum Vergleich: In 100 Gramm Parboiled Reis sind etwa 6,5 Gramm Eiweiß und die für ihren Proteinreichtum bekannten Haferflocken enthalten etwa 13,2 Gramm Eiweiß. Quinoa kann daher als reichhaltige Proteinquelle dienen, insbesondere für vegetarisch oder vegan lebende Personen.
Aber auch für Menschen, die auf ihren Blutzuckerspiegel achten, ist Quinoa ein geeignetes Nahrungsmittel. Denn die Körner haben einen niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass die im Quinoa enthaltenen Kohlenhydrate vorwiegend Mehrfachzucker sind. Quinoa sättigt daher gut und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.
Außerdem enthält Quinoa kaum gesättigte Fettsäuren. Der Fettanteil des Korns von etwa sechs Prozent besteht überwiegend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Und auch hinsichtlich seiner Mikronährstoffe überzeugt das Pseudogetreide: Quinoa enthält vielerlei Mineralstoffe, insbesondere Magnesium und Eisen, und beinahe alle Varianten des Vitamin B, vor allem reichlich Vitamin B1, B2 und B9. In den meisten deutschen Supermärkten sind mittlerweile weiße Quinoa-Samen erhältlich. Häufig gibt es auch rote oder schwarze Samen. Diese Sorten sind vor allem für von Salate beliebt. Denn rotes Quinoa behält seine Form am besten bei und schwarzes Quinoa bleibt besonders bissfest.
Die Verwendung von weißem Quinoa ist dennoch die üblichste in der deutschen Küche, da die weißen Samen besonders mild im Geschmack sind, die kürzeste Garzeit haben und meist günstiger sind als rotes oder schwarzes Quinoa. Neben den unbearbeiteten Samen sind oft auch gepuffte Quinoa-Samen oder Quinoa-Flocken erhältlich, die sich als Topping fürs Müsli verwenden lassen.
Im Internet gibt es zudem die Möglichkeit, Quinoa-Mehl zu bestellen. Jedoch eignet sich Quinoa alleine nicht gut zum Backen, da den Samen das Klebereiweiß Gluten fehlt. Lediglich in Kombination mit anderen Mehlsorten oder Bindemitteln lassen sich Brote und Kuchen aus Quinoa backen. Gemahlenes Quinoa-Mehl braucht es dafür gar nicht unbedingt – der Teig kann auch aus eingeweichten Quinoa-Samen hergestellt werden.





