Selbst unter normalgewichtigen Neugeborenen haben die dickeren Babys bessere Aussichten, während der Schulzeit mit hohen Intelligenzquotienten zu glänzen. Davon berichten Wissenschaftler um Thomas Matte von der New York Academy of Medicine in der Augustausgabe des British Medical Journal (S. 310-314).
Bei Jungen ist der Zusammenhang zwischen Pfunden und Intelligenz offenbar besonders stark: Die amerikanischen Forscher verzeichnen eine Zunahme von gut viereinhalb Punkten auf der IQ-Skala pro zusätzliches Kilogramm Geburtsgewicht, bei Mädchen sind es nur knapp drei Punkte.
Das Team um Matte hat die Intelligenzquotienten von 3.000 Siebenjährigen bestimmt und mit deren Geburtsgewicht verglichen. Alle Kinder hatten als Neugeborene zweieinhalb Kilo und mehr auf die Waage gebracht. Da unter den Probanden auch Geschwisterpaare waren, konnte der Einfluss sozialer und ökonomischer Faktoren bei der Auswertung der Daten weitgehend eliminiert werden. Auch ethnische Einflüsse und das Alter der Mutter wurden berücksichtigt.
Die Deutung der Untersuchungsergebnisse steht allerdings noch aus. Denn wie die Entwicklung des Gehirns mit dem Gedeihen eines Babys im Mutterleib zusammenhängt, ist bis heute unklar.
Als Garanten für pfundige Babys gelten unter anderem eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft sowie der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.
Andrea Hoferichter





