Laserstrahlen können künftig die Knochensäge bei Operationen ersetzen. Ein entsprechendes medizinisches Laserverfahren stellt das Bonner Forschungszentrum “caesar” (center of advanced european studies and research) auf der Messe “Laser 2001” im Juni in München vor.
Der Laserstrahl sei ein ideales Werkzeug für die Computer gestützte Chirurgie und biete wichtige Vorteile im Vergleich zur traditionellen Säge, berichtete das Zentrum.
So sei die Schnittführung wählbar, die Schnittbreite kleiner als bei einer Säge und es gebe keinen Metallabrieb. Bisher sei der Einsatz von Laser am Knochengewebe an zu großen thermischen Nebenwirkungen oder am zu langsamen Gewebeabtrag gescheitert. Die Probleme hätten durch das neue Verfahren, das mit einem Strahlscanner und feinem Luft-Wasserspray arbeitet, gelöst werden können.
Als zweites Projekt präsentiert das Institut den Angaben zufolge in München ein System zur dreidimensionalen Gesichtsprofilvermessung. Es diene dazu, beispielsweise in der Mund-Kiefern-Gesichtschirurgie exakte 3D-Computermodelle der Patienten zu erstellen, hieß es. Mit deren Hilfe seien eine bessere Operationsplanung und -prognose möglich.
Das Forschungszentrum caesar wurde aus Mitteln des Bonn-Berlin-Ausgleichs gegründet. Seit 1999 wird an Themen wie Materialwissenschaften, Biotechnologie und computergestützte Chirurgie gearbeitet.
dpa





