Erstmals gab einer der Mediziner, die Menschen durch Klonierung zeugen möchten, einen Zeitplan bekannt. Der US-Forscher Panayiotis Zavos sagte gegenüber der Zeitung “Boston Globe”, dass er bereits zehn kinderlose Paare ausgesucht habe. Im März wolle er mit den Voruntersuchungen beginnen und er rechne mit einem erfolgreichen Abschluss noch bis Ende des Jahres, meldet die Zeitung “Die Welt”.
Kritiker des Klonens zu Fortpflanzungszwecken befürchten jedoch geistige und körperliche Behinderungen bei dem durch Klonierung gezeugten Kind. Zavos jedoch wiegelt ab: Erst checke er den Embryo mit Methoden der Präimplantationsdiagnostik. Auch anschließend, während der Schwangerschaft, wolle er ständig kontrollieren. Und mit Abtreibungen könnten dann “Korrekturen vorgenommen” werden, sagt Zavos. Klonexperte Rudolf Jaenisch vom Masachusetts Institut of Technology, der an Verfahren zum so genannten therapeutischen Klonen arbeitet, kommentiert das Vorhaben Zavos´ knapp: Man solle Zavos wie einen Aussätzigen behandeln, weil er etwas absolut Unmoralisches plant, sagt Jaenisch.
Marcel Falk





