Wissenschaftler haben einen Trick gefunden, wie sie Medikamente direkt an ihren Zielort ins Gehirn bringen können: Die Medikamente werden einfach durch die Nase eingeschnüffelt.
Diese Einnahmemethode könnte sich für die Behandlung von Gehirnkrankheiten als sehr nützlich herausstellen, beispielsweise wenn der Weg des Wirkstoffs zum Gehirn über das Blut durch die Blut-Hirn-Schranke eingeschränkt ist oder wenn die Medikamente im Blut zu unerwünschten Nebenwirkungen in anderen Regionen des Körpers führen. Über ihre Studie berichten die Forscher um Jan Born von der Medizinischen Universität zu Lübeck in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience (6. Mai 2002).
Born und seine Kollegen gaben Probanden chemische Verbindungen, von denen bekannt ist, dass sie die Gehirnfunktion beeinflussen, zu schnüffeln. Von den Teilnehmern genommene Proben zeigten ein rasches Ansteigen der verabreichten Stoffe in der Gehirnflüssigkeit. Ob diese Möglichkeit, Medikamente zu verabreichen, nützlicher ist als andere muss noch in weiteren klinischen Studien geprüft werden.
Nicole Waschke





