Bei Morbus Bechterew, einer rheumaähnlichen entzündlichen Gelenkerkrankung, war schon in der ehemaligen DDR eine Behandlung mit Radiumchlorid (Ra-224) üblich. Nun, da sich das befürchtete erhöhte Krebsrisiko nicht bestätigt hat, kommt sie wieder auf. Das berichteten Wissenschaftler beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin in Hamburg, berichtet die “Ärztezeitung”.
Direkt in die krankhaft entzündeten Bereiche dringt das radioaktiven Mittel, das so genannte Thorium X, vor und lindert dort die quälenden Schmerzen. Die Therapie erfolge per Injektion über derzeit zehn Wochen und eigne sich für Erkrankte in den Stadien zwei und drei, nicht für fortgeschrittene Versteifungen.
Bettina Hellenkamp





