Tanken ist in den letzten Monaten deutlich teurer geworden. Aktuell nähern sich die Spritpreise sogar der 3-Euro-Marke. Um nicht ganz so tief in die Tasche greifen zu müssen, lohnt es sich, den eigenen Kraftstoffverbrauch im Blick zu behalten. Wer ein Auto mit geringem Kraftstoffverbrauch oder ein Elektroauto besitzt hat jetzt klare Vorteile. Aber wie viel Benzin oder Diesel ein Auto benötigt, hängt nicht allein vom Fahrzeug ab. Mit diesen Tipps können Sie Ihren Verbrauch und Kosten reduzieren.
Tipp 1: Vorausschauend fahren und Geschwindigkeit reduzieren
Durch vorausschauendes und energiesparendes Fahren können Sie pro Jahr mehrere hundert Euro sparen. Stark beschleunigen, bremsen und wieder Gas geben, kostet oft unnötig Kraftstoff. Wer vorausschauend fährt, kann das häufig vermeiden. Um Sprit zu sparen, sollte man daher nach dem Anfahren möglichst früh hochschalten und sich wenn möglich an der Schaltpunktanzeige orientieren. Besonders effizient ist es, gleichmäßig in hohen Gängen bei niedrigen Drehzahlen zu fahren - moderne Motoren vertragen solches niedertouriges Fahren problemlos. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe lohnt es sich, auf das Sportprogramm zu verzichten.
Den Motor sollten Sie nicht im Stand warmlaufen lassen und bei längeren Stopps ausschalten oder die “Start-Stopp-Automatik” Ihres Fahrzeuges verwenden. Außerdem treiben hohe Geschwindigkeiten den Verbrauch und damit die Kosten nach oben. Ein Auto, das mit einer Geschwindigkeit von 100 statt 120 Kilometer pro Stunde fährt, spart auf gleicher Strecke rund 15 Prozent Kraftstoff. Planen Sie also lieber etwas mehr Fahrzeit ein. Energiesparendes Autofahren können Sie auch in speziellen Trainings bei Fahrschulen oder Automobilclubs erlernen.
Tipp 2: Richtige Reifen auswählen
Die Reifen beeinflussen ebenfalls, wie viel Energie und damit Treibstoff ein Auto benötigt. Bereits ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Energieverbrauch um etwa fünf Prozent. Gleichzeitig verschleißen die Reifen schneller und die Fahrsicherheit kann leiden. Deshalb sollten Sie den Reifendruck regelmäßig überprüfen. Auch Winterreifen sollte man nicht unnötig lange fahren. Sie haben einen höheren Rollwiderstand, nutzen sich schneller ab und können den Energieverbrauch um bis zu 10 Prozent erhöhen. Sie sollten die Reifen deswegen nur im Winter, von Oktober bis Ostern fahren.
Tipp 3: Dachboxen und Fahrradträger abmontieren
Dachgepäckträger erhöhen den Luftwiderstand erheblich. Messungen zufolge steigt der Energieverbrauch bei 130 Kilometern pro Stunde um bis zu 25 Prozent. Fahrradträger auf dem Dach können je nach Geschwindigkeit einen Mehrverbrauch zwischen sieben und 32 Prozent verursachen. Wer Dachbox, Gepäck- oder Fahrradträger gerade nicht braucht, sollte sie deshalb abmontieren. Auch sonstiges unnötiges Gewicht im Fahrzeug sollten Sie vermeiden.
Tipp 4: Klimaanlage nur gezielt einsetzen
Klimaanlage und Heckscheibenheizung benötigen Energie und damit zusätzlichen Kraftstoff. Die Klimaanlage kann im Stadtverkehr den Energieverbrauch um etwa zehn bis 30 Prozent erhöhen. Im Durchschnitt liegt der Mehrverbrauch bei etwa zehn bis 15 Prozent. Eine beheizte Heckscheibe erhöht den Verbrauch um bis zu sieben Prozent. Insbesondere die Klimaanlage sollten deswegen nur bei Bedarf genutzt werden.
Tipp 5: Kurzstrecken vermeiden
Gerade auf kurzen Strecken verbraucht ein Verbrennerfahrzeug besonders viel Kraftstoff. Ein kalter Motor verbraucht deutlich mehr Kraftstoff als ein Motor im Betrieb. Direkt nach dem Start kann der momentane Verbrauch rechnerisch auf bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer steigen. Für kurze Wege lohnt es sich deshalb, zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen.
Tipp 6: Fahrgemeinschaften bilden
Wer regelmäßig Auto fahren muss, kann nicht nur durch einen niedrigen Verbrauch sparen. Der Effekt wird größer, wenn mehrere Personen gemeinsam fahren und sich die Kosten teilen. So benötigen zwei Autos mit jeweils einer Person für dieselbe Strecke fast doppelt so viel Sprit wie ein Auto mit zwei Insassen. Gerade für regelmäßige Pendelstrecken lohnen sich deshalb Fahrgemeinschaften. Einige Arbeitgeber bieten dafür eigene Vermittlungsbörsen oder reservierte Parkplätze an. Auch über Mitfahrplattformen können Sie passende Mitpendlerinnen und Pendler finden.
Quelle: Umweltbundesamt





