Arme Länder könnten vom Ökolandbau besonders stark profitieren. Zu diesem Schluss kommen britische Forscher im Bericht über den Ökolandbau im Süden. Die umfassende Arbeit stellt Verbraucherschutzministerin Renate Künast zusammen mit Greenpeace und der Internationalen Vereinigung der ökolandwirtschaftlichen Bewegungen (IFOAM) am Donnerstag (14. Februar) auf der Konferenz “Biofach 2002” in Nürnberg vor.
Für den Bericht mit dem Titel “Die wahrhaftig Grüne Revolution” hatten die Forscher um Nicolas Parrot von der Universität Cardiff Artikel zum Ökolandbau ausgewertet und Nichtregierungsorganisationen und Landwirte befragt. Die Ergebnisse unterstreichen den Erfolg des Ökolandbaus: So sind etwa die Erträge indischer Baumwollpflanzer, die ökologisch wirtschaften, um einen Fünftel höher. In Brasilien stieg die Maisernte mit dem Ökolandbau zwischen 20 und 250 Prozent. Und Kuba versuche gar landesweit auf den ökologischen Landbau umzustellen, sagen die Forscher.
Insgesamt wird laut dem Bericht in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas rund drei Prozent der Landwirtschaftsfläche organisch bewirtschaftet. Vor allem arme Bauern könnten durch den Ökolandbau die Erträge und das Einkommen steigern, ihre Ernährung sichern und gleichzeitig die natürlichen Resourcen erhalten, sagt Parrot. Er fordert deshalb, dass die ökolandwirtschaftliche Forschung stärker als bisher finanziell gefördert wird. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht in dem Bericht gar den Beweis, dass auch eine wachsende Weltbevölkerung durch Ökolandbau ernährt werden könnte.
Den vollständigen Bericht erhalten Sie bei Greenpeace England.
Marcel Falk





