Erde & Umwelt

Nabelschnurblut zur Therapie angeborener Immundefekte erstmals erfolgreich eingesetzt

Eine Therapie mit Nabelschnurblut ist erstmals erfolgreich bei drei Kindern mit angeborenen Immundefekten eingesetzt worden. Das berichten Wissenschaftler vom Mattel Kinderkrankenhaus an der Universität California in Los Angeles (UCLA). Die behandelten Jungen litten an angeborenen Immundefekten (XLP und XHIM).
Eine Therapie mit Nabelschnurblut ist erstmals erfolgreich bei drei Kindern mit angeborenen Immundefekten eingesetzt worden. Das berichten Wissenschaftler vom Mattel Kinderkrankenhaus an der Universität California in Los Angeles (UCLA). Die behandelten Jungen litten an angeborenen Immundefekten (XLP und XHIM). Normalerweise werden diese Kinder mit einer Knochentranplantation therapiert, wobei es sehr schwierig ist, den richtigen Spender zu finden, da Spender und Empfänger genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Für eine Nabelschnurtransplantation sei ein geeigneter Spender wesentlich schneller zu finden und die Gefahr der Abstoßung wesentlich geringer, erklärt der leitende Immunologe Dr. E. Richard Stiehm. Die Suche nach einem Spender erfolgt mit Hilfe von Datenbanken und Nabelschnurblutbänken. So erhielt einer der behandelten Jungen in der vorgestellten Studie seine Spende bereits aus der Düsseldorfer Nabelschnurbank. Mit Hilfe einer speziellen Therapie und einem geeigneten Nabelschnurblut kann so das Immunsystem eines gesunden Babys einem kranken Kind helfen, sagen die Experten. Dr. Leyla Schmidt

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
20. Todestag: Heinz Sielmann - ein Leben für Tierfilm und Naturschutz
Erde & Umwelt

20. Todestag: Heinz Sielmann - ein Leben für Tierfilm und Naturschutz

5. Oktober 2026

Mit seinen „Expeditionen ins Tierreich“ nahm Heinz Sielmann ab den 1960er Jahren ein Millionenpublikum mit zu faszinierenden Wundern der Natur.

Deutschlands Naturwunder des Jahres 2026: Die Teufelsmauer
Erde & Umwelt

Deutschlands Naturwunder des Jahres 2026: Die Teufelsmauer

30. September 2026

Sagenumwobene Felsen: Die Teufelsmauer - eine einzigartige Formation hoher Sandsteinfelsen am Harz-Nordrand - wurde zum Naturwunder des Jahres 2026 gewählt.

Bäume: Mehr Zeit zum Wachsen bedeutet nicht immer mehr Holz
Erde & Umwelt

Bäume: Mehr Zeit zum Wachsen bedeutet nicht immer mehr Holz

25. September 2026

Die steigenden Temperaturen verlängern die Vegetationsperioden. Bäume könnten dadurch länger Holz bilden und potenziell mehr CO₂ speichern – oder doch nicht?

Ein Haufen Arbeit
natur PlusErde & Umwelt

Ein Haufen Arbeit

24. September 2026

Unsere Autorin legt in ihrem Garten einen Kompost an. Mit der Zeit wird ihr jedoch klar: Sie gründet vielmehr eine WG – inklusive heißer Party.

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite